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Leadgenerierung im E-Commerce – 10 Tipps für mehr Umsatz mit deinem Shop

Man schaut auf sein handy

Die Leadgenerierung (vom englischen Lead Generation) für den E-Commerce gehört zur gleichen Spezies wie die Leadgenerierung für die Automobil- oder Finanzbranche und eigentlich jede andere Branche des 21 Jahrhunderts.

E-Commerce ist jedoch schlanker und agiler als jede andere Branche.

Wenn wir uns einen traditionellen Sales Funnel vorstellen, denken wir an eine Verkaufsperson, die E-Mails verschickt, anruft und Meetings mit einem Lead vereinbart. Für die Leadgenerierung im E-Commerce ist dieser Prozess wesentlich weniger arbeitsintensiv.

Tatsächlich tun Inhaber von Onlineshops alles dafür, um zu vermeiden, ihre Leads durch einen sehr langen Sales Funnel führen zu müssen. Die Chancen stehen gut, dass deine Produkte, deine Preise, dein Shop und dein gesamter Mindset so ausgerichtet sind, um ohne Umwege Verkäufe zu generieren.

Leads erst an das Vertriebsteam weitergeben? Beim besten Willen nicht! Leiten wir sie stattdessen lieber direkt auf die Checkout-Seite.

In diesem Artikel werden wir uns genauer ansehen, warum die Leadgenerierung im E-Commerce einzigartig ist. Außerdem wirst du 10 Tipps für die Generierung von Leads und Verkäufen kennen lernen, mit denen du deinen Onlineshop auf die nächste Stufe führen kannst.

Was ist Leadgenerierung für den E-Commerce?

Im E-Commerce ist die Leadgenerierung, auch häufig als Neukundengewinnung bezeichnet, alles andere als traditionell. Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Das „E“ im E-Commerce bedeutet, dass es wahrscheinlich keinen physischen Geschäftsstandort gibt, den man besuchen kann. Darüber hinaus ist die Überlegung, ob man etwas in einem klassischen Ladengeschäft kaufen soll, oft langwierig und ein komplexerer Prozess als die Entscheidung, etwas online zu kaufen.

Nehmen wir den Autokauf als Beispiel. Aufgrund der hohen Kosten und der Möglichkeit, eine Probefahrt zu vereinbaren, bevorzugen die Kunden den Besuch eines Autohauses. Dagegen hat sich der Online-Kauf von Artikeln wie zum Beispiel Kleidung schnell zur Norm entwickelt. Dies liegt daran, dass die Kosten relativ gering sind und die Rückgabe oder der Umtausch von Artikeln oft einfach zu bewerkstelligen ist.

Im E-Commerce kann die Leadgenerierung mit einer Werbeanzeige auf Facebook beginnen und 90 Sekunden später auf einer Checkout-Seite enden.

Was ist ein Lead?

Bevor wir mit Tipps für die Leadgenerierung loslegen, sollten wir uns zunächst eine Definition des Begriffs „Lead“ erarbeiten.

Unabhängig von deiner Branche ist ein Lead jemand, der Interesse an deiner Marke, deinen Produkten oder Dienstleistungen gezeigt hat. Man spricht hierbei auch gerne von Interessenten oder potenziellen Kunden. Es gibt viele verschiedene Handlungen, über die Personen als Lead betrachtet werden können.

  • Ein Lead in der Automobilindustrie könnte zum Beispiel einen virtuellen Showroom genutzt und darin sein Traumfahrzeug entworfen haben.
  • Im Gegensatz dazu könnte die Leadgenerierung im Finanzsektor darin bestehen, dass ein potenzieller Kunde mit einem Online-Kreditrechner interagiert.
  • Traditionell könnten auch Personen, die ein Autohaus oder eine Bankfiliale persönlich besucht haben, als Leads betrachtet werden.

Es gibt einige Gemeinsamkeiten zwischen der Leadgenerierung für den E-Commerce und für traditionellere Unternehmen:

👉 Der erste Schritt ist Bewusstsein (Awareness): Es ist egal, in welcher Branche du tätig bist: ein Lead muss wissen, wer du bist, bevor er ein Lead werden kann. Die Markenbekanntheit ist der Ausgangspunkt für alles, was folgt. Suchmaschinen, Werbung und Mundpropaganda sollen diesen Prozess anstoßen.

👉 Leads müssen überzeugt sein Ob du Beratung oder Küchengeräte verkaufst – es gibt eine Übergangsphase zwischen Kunde und Lead. Manchmal geschieht dieser Übergang in Sekunden, inspiriert durch so etwas wie einen Rabattcode, und manchmal kann er wochenlange Diskussionen und angepasste Budgets erfordern. So oder so gilt die folgende Formel: Lead + Eureka-Moment = Kunde.

👉 Inhalte beschleunigen diesen Prozess: Inhalte können eine entscheidende Rolle bei der Generierung und Entwicklung von Leads spielen. Möchtest du mehr Traffic für deine Website oder deinen Shop generieren? Allgemein gilt: Je mehr Inhalte du anbieten kannst, ob Blog-Posts, Social-Media-Beiträge, YouTube-Videos oder etwas anderes, desto besser sind die Chancen, dass jemand dein Business entdeckt. Wenn es darum geht, Leads für sich zu gewinnen und in echte Kunden zu verwandeln, gibt es keinen besseren Weg, als dein Know-how in ein leicht verständliches Format zu übersetzen und zu verbreiten.

Und ja, es gibt in der Tat einige Ähnlichkeiten zwischen traditionellen und E-Commerce-Leads, die jedoch relativ überschaubar sind.

Überlege nur, wie unwahrscheinlich es wäre, dass ein Autohaus einen Newsletter-Abonnenten gewinnt, einen Rabattcode in Höhe von zehn Prozent versendet und noch am gleichen Tag einen Kaufvertrag abschließt. Aber genau so funktioniert es im E-Commerce, wo sich Leadgenerierung und Kundenakquise mit digitaler Hochgeschwindigkeit bewegen.

Wer ist dein Lead?

Keine zwei Leads sind gleich. Zumindest sollten sie jedoch gewisse Ähnlichkeiten aufweisen, die darauf hinweisen, ob sie ein guter Lead für dein Business sind oder nicht. Zum Beispiel könnte ein Shop für Inneneinrichtung zehn Newsletter-Anmeldungen an einem Tag erhalten. Diese Anmeldungen teilen sich wie folgt auf:

  • Acht sind Personen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren, die Hausrenovierungen durchführen.
  • Einer davon ist ein Student, der ein Projekt für die Uni abschließt.
  • Einer ist auf der Suche nach Ideen für ein Haus, das er aber noch nicht gekauft hat.

Die ersten acht Anmeldungen sind Leads, die von diesem Anbieter kaufen könnten. Der Student wird eventuell nie einen Kauf tätigen. Und die Person, die nach Ideen sucht, könnte in der Zukunft kaufen, aber nicht jetzt. Von diesen zehn Personen sind neun echte Leads, die möglicherweise ein Produkt von der Firma kaufen könnten. Der Student ist eher ein Blindgänger.

Wer ist also dein Lead? Dein Lead ist jemand, der daran interessiert ist, etwas von deinem Unternehmen zu kaufen. Die Entwicklung einer Kunden-Persona, welche die gemeinsamen Eigenschaften deiner Kunden hervorhebt, ist eine gute Möglichkeit zur Identifizierung deiner Leads. Die Beschreibung des durchschnittlichen Alters und Geschlechts eines Kunden, seine Gründe für den Kauf eines Produkts und seine allgemeinen demografischen Daten können dir helfen, Leads zu qualifizieren.

Nun wollen wir uns zehn Taktiken und verschiedene Arten der Leadgenerierung im E-Commerce anschauen und erläutern, wie du deine Leads in zahlende Kunden verwandeln kannst.

Leadgenerierung für Onlineshops – die 10 besten Tipps

1. Erstelle Inhalte mit Mehrwert

Einer der Hauptgründe, warum Menschen im Internet surfen, ist, dass sie mit wenig Aufwand auf eine Fülle an Informationen zugreifen können. Dies kannst du zu deinem Vorteil nutzen: Recherchiere, was die Leute über dein Produkt oder dein Unternehmen wissen wollen und erstelle rund um diese Themen deine Inhalte.

Wie findest du, was deine Kunden suchen? Durch das Recherchieren in Foren, auf Wettbewerber-Websites und die Verwendung von Tools wie Answer the Public. Sobald du die Fragen identifiziert hast, die du beantworten möchtest, kannst du eine FAQ-Seite erstellen oder einen Blog starten und Artikel zu jedem Fragethema erstellen.

Keyword Recherche über Answerthepublic.com

Vielleicht fragst du dich, was der absolute Wert dieses Zeiteinsatzes für die Erstellung von Inhalten ist. Das Erstellen von hervorragenden Inhalten, die deine potenziellen Kunden lesen möchten, bedeutet, dass wahrscheinlich mehr Menschen deine Website entdecken und daher von dir kaufen werden. Der am besten informierte Anbieter in deiner Branche zu sein, schafft auch Vertrauen – ein wichtiger Faktor, über den wir später noch genauer sprechen werden.

Inhalte bedeutet dabei nicht nur Artikel. Inhalte umfassen eine breite Palette von Formaten wie E-Books, Videos, Podcasts und Infografiken. Die Möglichkeiten sind schier endlos. Und wenn die Suchnachfrage vorhanden ist, kannst du denselben Inhalt in verschiedenen Formaten neu erstellen, um so dein Unternehmen bekannt zu machen.

Außerdem könntest du die Ergebnisse einer neuen Studie in einem Artikel anteasern, aber die eigentliche Studie hinter einer Bezahlschranke verstecken. Du könntest auch einen Podcast in einem kurzen Video zusammenfassen, wobei die Angabe einer E-Mail-Adresse erforderlich ist, um einen entsprechenden Link zum Anhören zu erhalten.

2. Nutze die Vorteile von Cookies

Bild mit Schoko-Keksen

Für diejenigen, die im E-Commerce tätig sind, ist dieser Tipp ganz besonders wertvoll. Nutze die Vorteile der Cookies deiner Besucher.

Im Endeffekt kann jeder Besucher deiner Website als Lead betrachtet werden. Du kannst Besucher auf Facebook, Instagram und AdWords auf Grundlage der Cookies, die sie bei Besuchen deiner Seite erhalten, erneut ansprechen. Wir sprechen hierbei auch von Retargeting oder Remarketing. Vergewissere dich jedoch, dass du über eine Datenschutz- und Cookie-Richtlinie verfügst und die für deinen Markt gültigen Richtlinien und Gesetze (z. B. die DSGVO) befolgst.

Mit diesen Cookies kannst du Personen erneut ansprechen, die deinen Shop bereits besucht haben – Personen, die per Definition bereits Interesse an deinem Produkt gezeigt haben. Wenn du jemanden auf Facebook per Retargeting erneut ansprichst, bist du möglicherweise nur ein paar Klicks von einem Verkauf entfernt.

Aber auch Cookies sind nicht perfekt. Viele Leute blockieren Cookies und letztendlich verfallen sie. Sie sind jedoch immer noch ein wertvolles Werkzeug zur Leadgenerierung, mit dem du die Vorteile der schnellen Verkaufszyklen im E-Commerce nutzen kannst.

3. Leadgenerierung über Social Media

Wenn Besucher Leads sind, weil sie ein Interesse an deiner Marke gezeigt haben, kann das gleiche über deine Social-Media-Follower gesagt werden. In diesen Fällen ist der Abstand zwischen einem Lead und einem Verkauf viel kleiner als beispielsweise der Abstand zwischen einem potenziellen Hausbesitzer und einem Haus. Folglich ist Social Media ein Tool, das der E-Commerce auf eine Art und Weise nutzen kann, wie es traditionelle Branchen einfach nicht können.

So ist jemand, der dir in deinen sozialen Netzwerken folgt, oft nur noch ein paar Klicks von einem Kauf entfernt. Die traditionelle Lead Generierung erfordert das Ausfüllen von Formularen, das Herunterladen von Inhalten und so weiter. Ein Klick auf den „Folgen“-Button erspart einen Großteil dieses Aufwands. Versuche also, mehr Follower zu gewinnen. Es gibt viele Shopify-Plugins, mit denen du deine Präsenz in den sozialen Medien stärken kannst.

Es kann natürlich sein, dass dein Unternehmen nicht auf vielen Social-Media-Plattformen vertreten ist. Damit bist du aber nicht allein – auch einige große Marken sind das nicht. Dies erfordert eine intelligente Herangehensweise und eine Konzentration auf nur die Plattformen, die dein Zielpublikum regelmäßig nutzt.

Leadgenerierung per Social Media

Folglich ist das Hinzufügen deiner Social-Media-Links zu deinen Newslettern und E-Mail-Kampagnen eine großartige Möglichkeit, Follower zu gewinnen.

Wenn es um Leadgenerierung über Social Media geht, solltest du es den Leuten so einfach wie möglich machen, in deinen Shop zurückzukehren und einen Kauf zu tätigen. Plattformen wie Facebook und Twitter geben dir die Möglichkeit, genau dies zu tun.

Und vergiss nicht: Alle deine Follower sind nur wenige Klicks von einer Konvertierung entfernt. Sie sind mindestens so nah an einem Kauf wie traditionellere Leads, die vielleicht gerade ein Whitepaper heruntergeladen haben. Allerdings hast du hierbei einen Trumpf in der Hand, da du auch über einen direkten Kommunikationskanal mit Ihnen verfügst.

4. Leadgenerierung über Rabatte und Deals an

Leads sind für deinen Shop besonders wertvoll, weil sie letztendlich in dein Business investieren. Deshalb ist es eine gute Idee, sich zu revanchieren und deinen Interessenten etwas Wertvolles zurückzugeben. Ein effektiver Weg ist hierbei das Angebot von Rabatten für diejenigen, die bereit sind, ihre E-Mail-Adresse zu hinterlassen. Als Gegenleistung für eine E-Mail-Adresse könntest du einen prozentualen Rabatt, kostenlosen Versand oder ein kostenloses Zusatzangebot bei ihrem nächsten Kauf anbieten.

Leadgenerierung mit Deals - Beispiel Under Armour

Popups sind vielleicht nicht beliebt – kostenlose Dinge sind es jedoch auf jeden Fall. Einen Besucher mit einem Gratisgeschenk zu überraschen, ist eine gute Möglichkeit für die Kundenaquise. Es gibt zahlreiche Shopify-Apps, mit denen du solche E-Mails für die Leadgenerierung über Rabatte und Sonderangebote auslösen kannst, darunter Product Upsell , Justuno Conversion Suite und Pop-Up Window.

5. Sichere dir E-Mail-Adressen

Im obigen Beispiel bestand das Ziel ausschließlich darin, eine E-Mail-Adresse zu erhalten. Dies ist eine weitere Erinnerung daran, wie unterschiedlich die Leadgenerierung im E-Commerce im Vergleich zu traditionelleren Methoden ist.

Bei Unternehmenssoftware zum Beispiel würden Taktiken der Leadgenerierung niemals mit einer E-Mail-Adresse beginnen und enden. Wenn man seine Leads an das Verkaufsteam weitergeben muss, kann das ungefähr so aussehen:

Leadgenerierung mit E-Mail-Formularen

Im Gegensatz zu anderen Branchen ist es bei der Leadgenerierung im E-Commerce nicht erforderlich, die Lebensgeschichte eines Besuchers zu erfahren. Eine E-Mail-Adresse genügt voll und ganz. Dies ermöglicht dir, mit deinen Angeboten, Produkten und Inhalten direkt in ihren Posteingang zu gelangen.

Die sofortige Zusendung einer E-Mail ist auch für die Reaktivierung von Kunden wichtig, die ihren Einkauf vor dem Abschluss abgebrochen haben. Personen, die ihren Warenkorb abgebrochen haben, werden als Leads betrachtet, da sie bereits mit deinem Produkt geflirtet haben. Wenn du deren E-Mail-Adresse hast, kannst du sie mit einem kleinen Reminder vielleicht doch noch über die Ziellinie und zum Einkauf führen. Du musst jedoch stets sicherstellen, dass deine Kampagnen zur Erfassung von E-Mail-Adressen den gesetzlichen Richtlinien (z. B. der DSGVO) entsprechen.

Es gibt mittlerweile etliche Lösungen für das E-Mail-Marketing, wodurch dieser Kanal relativ günstig und oft sogar kostenlos ist. Du zahlst hier nicht pro Klick wie bei Anzeigen in den sozialen Netzwerken oder Suchanzeigen. Und da die Empfänger dir ihre E-Mail-Adresse hinterlassen haben, zeigen sie zumindest eine gewisse Bereitschaft, sich auf deine Marke einzulassen. So werden sie dich auch nicht mit einem Spammer verwechseln.

Einige E-Commerce-Marketer ärgern sich darüber, dass ihre E-Mails bei Gmail im Ordner „Werbung“ landen. Lass dich davon nicht aus der Ruhe bringen. E-Mails, die im Ordner für Werbung landen, werden deine Leads mit geringer Wahrscheinlichkeit belästigen. Dabei ist es auch nicht so, dass Gmail solche Werbe-E-Mails versteckt. Sie werden einfach abgelegt. Der Werbe-Ordner wird also deine E-Mail-Kampagnen im Rahmen der Leadgenerierung nicht ruinieren.

6. Kümmere dich um SEO

Mit der Leadgenerierung im E-Commerce brauchst du während eines mehrwöchigen Verkaufsprozesses nicht die Hand eines Leads zu halten. Du musst sie allerdings erst in deinen Shop führen. Schließlich werden Taktiken zur Leadgenerierung wie das Anbieten von Rabatten und das Sammeln von E-Mail-Adressen nicht funktionieren, wenn dein Shop keine Besucher hat. SEO kann für die Generierung von Traffic, der sich in Leads und hoffentlich auch in Absatz verwandelt, von entscheidender Bedeutung sein.

Ein großer Vorteil der Leadgenerierung im E-Commerce besteht darin, dass du keine Whitepaper schreiben oder Webinare veranstalten musst, die oft erforderlich sind, um in anderen Branchen Leads zu generieren. Was du aber unbedingt im Blick haben solltest, ist die Leadgenerierung durch SEO. Deine Produktbeschreibungen, Metadaten und Blog-Einträge sollten alle als sogenannte Lead-Magneten behandelt werden. Es gibt viele hilfreiche Inhalte zum Thema SEO und wie du damit deinen Shop optimieren kannst.

7. Design für die Leadgenerierung

Es gibt einige einfache Designschritte, die du zur Unterstützung deiner Bemühungen zur Leadgenerierung im B2C-Bereich anwenden kannst.

Zunächst einmal solltest du Handlungsaufforderungen (auch Call-to-Action oder CTA genannt) einbinden. Solche CTA sind alles, was deine Besucher dazu ermutigt, etwas zu tun – mit anderen Worten, alles, was sie zum Handeln anregt. Setze also CTAs ein. Viele davon.

Es gibt einen Grund dafür, dass fast jeder Abschnitt, den du zu einem Shopify-Shop hinzufügst, auf einfache Weise um eine CTA-Schaltfläche ergänzt werden kann.

Schauen wir uns HubSpot an, einen Anbieter einer bekannten Marketing-Plattform, der ein ganzes Buch über das Thema Leadgenerierung herausgebracht hat. HubSpot hat sogar ein E-Book über das Schreiben eines E-Books zur Leadgenerierung geschrieben. Mit anderen Worten, dort weiß man die eine oder andere Sache über das Thema Leadgenerierung. Kein Wunder, dass die Homepage von Hubspot auch mit strategisch platzierten CTAs gefüllt ist:

Screenshot Hubspot und CTAs

Schau dir als kleine Übung deine Lieblings-Onlineshops an und welche Art von CTAs sie benutzen. Du wirst dort sicher viele aktive Verben und nur einige wenige Adjektive finden. Mache es kurz und aussagekräftig, um das Interesse deiner Besucher zu wecken und sie zum Klicken zu bewegen.

Neben den CTAs ist ein weiteres großartiges Werkzeug zur Leadgenerierung das sogenannte „Exit-Intent-Layer“. Das sind die Popups, die immer dann erscheinen, wenn jemand deinen Shop verlässt. Es gibt viele verschiedene Optionen für diese Art der Leadgenerierung. Manchmal werden Unternehmen sie als letzte Chance nutzen, um den Besuchern Inhalte anzubieten.

Du kannst aber auch als Spiele getarnte Aktivitäten zur Leadgenerierung einbauen. Im Beispiel unten schwebt ein Popup von der Seite des Bildschirms herein, wenn ein Besucher kurz davor ist, den Shop zu verlassen.

Leadgenerierung mit App Spin-a-Sale

Das sieht nach Spaß aus. Und alles, was du tun musst, um zu spielen, ist die Eingabe deiner E-Mail-Adresse! Sobald du dies getan hast, wird das Rad aktiviert, wonach du deinen Preis einlösen kannst. Der Besucher bekommt zum Beispiel 10 Prozent Rabatt und du erhältst eine E-Mail-Adresse für dein Marketing. Ziemlich fair, oder?

8. Optimiere für Mobilgeräte

Das Surfen auf mobilen Websites ist in den letzten fünf Jahren in die Höhe geschossen und wächst weiter. Wenn du planst, die Leadgenerierung in deinem Onlineshop zu erhöhen, solltest du deine Website für die mobile Nutzung optimieren. Das bedeutet, dass du sicherstellen musst, dass alle deine Schaltflächen auf den verschiedensten Bildschirmgrößen anklickbar sind, dass der Inhalt leicht zu lesen ist und dass der Bildlauf einwandfrei funktioniert.

Wenn du testen möchtest, ob deine Website gut genug optimiert ist, kannst du zunächst den Mobile Friendly Test von Google durchlaufen. Daneben könntest du aber auch echten Nutzern Zugang zu deiner Testversion gewähren. Lade einfach fünf bis zehn Personen zu dir ein und bitte sie, einfache Aufgaben auf ihren Handys zu erledigen. Stelle sicher, dass das Durchlaufen des Kaufprozesses eine dieser Aufgaben ist, um sicherzustellen, dass der Prozess sowohl auf dem Mobiltelefon als auch dem Desktop reibungslos verläuft.

9. Sei vertrauenswürdig

Vorhin haben wir darüber gesprochen, wie man die Leute von der Lead- bis zur Kundenphase führt. Gerade im E-Commerce hat sich hierbei eine Taktik als besonders effektiv erwiesen: ein Design mit dem Ziel des Vertrauensaufbaus. Wie sieht das in der Praxis aus? Es gibt ein paar einfache Dinge, die du tun kannst:

Gib Versandinformationen an. Wenn dein Geschäft nicht gerade Amazon heißt, könnten die Besucher Fragen zum Versand haben. Mangelnde Sicherheit bei einer Bestellung (wie lange sie dauern wird, wie viel sie kosten wird und so weiter) ist für einen Lead ein Hindernis auf seinem Weg zu einem zahlenden Kunden. Gib deinen potenziellen Kunden also alles an die Hand, was sie brauchen. Füge einen „Versand“-Link in deine Navigation und deine Fußzeile ein und erstelle eine umfassende Seite mit Antworten auf die Fragen, die auf dem Weg zur Konvertierung auftauchen könnten.

Screenshot Versandkosten Blue Tomato

Gib Kontaktdaten ein (und antworte, wenn du kontaktiert wirst). Eigentlich selbstverständlich, aber so dermaßen wichtig! Selbst wenn ein Interessent keine Fragen stellt und dein Shop ansprechend und gleichzeitig informativ gestaltet ist, solltest du den Leuten trotzdem die Möglichkeit geben, mit dir in Kontakt zu treten. Wenn du ihnen direkten Zugang zu deinem Posteingang gibst, werden sie wissen, dass sich hinter dem Shop auch ein Mensch verbirgt, der sich um ihre Belange kümmert. (Dazu kommt natürlich, dass jemand, der dich kontaktiert, sofort zu einem Lead wird!)

Nimm ausführliche Produktinformationen auf. Eine weitere Barriere wird entfernt, wenn du sicherstellst, dass es keine Fragen zu deinen Produkten gibt. Produktbeschreibungen leisten einen hervorragenden Beitrag zu deiner SEO. Sie sind aber auch wertvoll, um potenziellen Kunden ein gutes Gefühl zu geben, dass den Kauf attraktiv macht.

10. Etabliere Partnerschaften

Die Zusammenarbeit mit ähnlichen Marken, Influencern oder Affiliates kann dazu beitragen, die Leadgenerierung in einem Publikum zu erhöhen, das du zuvor nicht erreichen konntest. Die Auswahl der richtigen Unternehmen, mit denen man eine Partnerschaft eingehen möchte, kann jedoch schwierig sein. Schließlich möchte man sicherstellen, dass die Verbindung keine negativen Auswirkungen auf seine Marke hat.

Partnerschaften können auf viele verschiedene Arten funktionieren. Normalerweise werden jedoch du und dein Partner gemeinsam an einem Projekt arbeiten und es gleichermaßen bei eurem jeweiligen Publikum bewerben.

GoPro und Red Bull haben z. B. seit 2016 eine großartige Partnerschaft, bei der die Red-Bull-Botschafter Ausrüstung von GoPro verwenden, um Aufnahmen von ihren waghalsigen Aktionen zu machen. Diese Aktivitäten motivierten gleichgesinnte Red-Bull-Konsumenten, GoPro-Ausrüstung zu kaufen, um ihre Stunts zu filmen, und umgekehrt.

Partnerschaft Red Bull und GoPro

Fazit: Leadgenerierung im E-Commerce

Jetzt wissen wir also, warum die Leadgenerierung für den E-Commerce so einzigartig und so wichtig ist. Wir haben auch einige konkrete Schritte kennengelernt, mit denen wir unsere eigene Leadgenerierung optimieren können. Bevor du jedoch mit der Generierung jeder Menge Leads loslegst, hier noch einige wichtige Hinweise:

  • Die Leadgenerierung im E-Commerce unterscheidet sich von der Leadgenerierung in anderen Branchen – und das ist gut für uns! Wenn du die E-Mail eines Interessenten erhältst, bist du nur wenige Klicks von einem Verkauf entfernt. Die Gewinnung eines Social-Media-Followers leistet dasselbe. Der E-Commerce bewegt sich mit Lichtgeschwindigkeit.
  • Du kannst deine Taktik zur Leadgenerierung anpassen, um die Vorteile der kurzen Verkaufszyklen im E-Commerce zu nutzen. Anstatt nach der E-Mail-Adresse eines Besuchers, seinem Namen, seiner Firma, seiner Branche, seinem Land etc. zu fragen, reicht für dich schon seine E-Mail-Adresse aus. Du kannst auch Angebote für verschiedenen Stadien bzw. Situationen anbieten, z. B. wenn ein Besucher auf deine Website gelangt oder wenn er seinen Einkauf abbricht.
  • SEO und Seitendesign sind wichtig, auch wenn das selbstverständlich erscheint. Wenn du dafür sorgst, dass Besucher deine Website finden können und diese mit reichlich klickbaren CTAs gespickt hast, wird sich deine Leadgenerierung mit Sicherheit verbessern.

Welche Strategien setzt du für deine Leadgenerierung ein und wie gehst du das Thema Lead Management an? Lass es uns gerne unten in den Kommentaren wissen.

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