Arbeiten im Home Office – der ultimative Leitfaden für mehr Produktivität

Philipp Dukatz Life-Tipps

7 Minuten Lesezeit 0 Kommentare

Unabhängig davon, ob du ein Business von zu Hause aus betreibst oder aktuell wegen der Coronakrise im Home Office arbeitest – wahrscheinlich hast auch du schon einmal mit der Vielzahl von Ablenkungen und Versuchungen zu kämpfen gehabt, die mit der Arbeit im Home Office einhergehen kann.

Von zu Hause aus arbeiten hat sicherlich seine Vorteile: keine Zeitverschwendung für das Pendeln, weniger Tankausgaben und der Luxus, im Schlafanzug zu arbeiten (das solltest du allerdings vermeiden, später mehr dazu).

Außerdem hat sich gezeigt, dass die Arbeit von zu Hause aus zu höherer Produktivität führen kann. In einer Studie der renommierten Stanford Universität zeigte sich eine durch die Heimarbeit bedingte Produktivitätssteigerung von 13 %. Aber nicht nur das. Die Mitarbeiter im Homeoffice zeigten eine wesentlich höhere Arbeitszufriedenheit bei gleichzeitiger Reduzierung der Fluktuationsrate um mehr als 50 Prozent. Es scheint also ziemlich gute Gründe für die Arbeit im Home Office zu geben.

Allerdings kann es hierbei auch zu allerlei Ablenkungen kommen: Der Hund möchte vor die Tür. Die Wäsche will gewaschen und das Geschirr weggeräumt werden. Deine Kinder oder deine bessere Hälfte verstehen nicht ganz, dass die Arbeit zu Hause immer noch Arbeit ist. So verbringt man seine Zeit im Home Office nicht selten zwischen der eigentlichen Arbeit und dem Versuch, Unterbrechungen und Ablenkungen abzuwehren.

Wie kannst du also produktiv im Home Office arbeiten und was gehört in ein Home Office? Diese und weitere Fragen wollen wir in diesem Artikel beantworten und dir einen Leitfaden an die Hand geben, mit dem du das perfekte Home Office einrichten kannst. Lass uns also direkt einsteigen: unsere Tipps für das Arbeiten im Home Office.

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Wie richte ich ein Home Office ein? Fokus auf Produktivität!

Wäre es nicht toll, ein riesiges Büro mit massiven Eichentüren zu haben, undurchdringlich für die Außenwelt, mit einem riesigen Schreibtisch und Blick auf einen stillen Teich oder vielleicht eine uralte Trauerweide, die sich sanft im Wind wiegt?

Okay, das wird dir und mir und den meisten Lesern wahrscheinlich nicht passieren. Wenn du dich trotzdem fragst, wie du dein Home Office einrichten kannst, sollte die Produktivität immer im Vordergrund stehen.

Versuche zunächst, dich von den belebtesten Bereichen fernzuhalten und möglichst eine ruhige Ecke des Hauses zu finden. Wenn du die Möglichkeit hast, könntest du dein Home Office in einer beruhigenden Farbe streichen (ein sehr weiches Grün soll ideal für die Produktivität sein). Wenn du nicht streichen möchtest oder kannst, können farbige Accessoires wie Blumentöpfe oder Bilder eine Alternative sein. Achte darauf, dass dein Arbeitsplatz ein Fenster hat und viel natürliches Licht bietet. Wenn möglich solltest du vor diesem Fenster Pflanzen oder sogar einen kleinen Springbrunnen platzieren. Das wird für Abwechslung sorgen und deine innere Ruhe positiv beeinflussen. Stelle zudem sicher, dass du genug Platz hast und alles, was du für eine reibungslose Arbeit brauchst, schnell zur Hand hast.

Ergonomie im Home Office

Kleine home office mit Bürostuhl

Verschiedene Studien zeigen, dass eine gute Körperhaltung und Ergonomie zu bemerkenswerten Produktivitätssteigerungen führen kann.

Im Rahmen einer Untersuchung des kanadischen Institute for Work and Health wurde z. B. einer Gruppe von etwa 200 im Büro arbeitenden Finanzbeamten verstellbare Stühle zur Verfügung gestellt. Außerdem nahmen alle Testpersonen an einer Schulung zum Thema Ergonomie teil, wonach deren Schmerzempfinden und die Produktivität gemessen wurde. Im Laufe der Zeit führte dies zu einem bemerkenswerten Rückgang von Weichteilverletzungen und Schmerzen sowie zu Produktivitätssteigerungen von fast 18 Prozent.

Vielleicht hast du gerade nicht den Luxus eines schicken und hochmodernen Bürostuhls. Keine Sorge, es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, wie du dein Arbeitsumfeld so optimieren kannst, dass dein Körper und deine Arbeit davon profitieren.

Wenn du zum Beispiel an einem Computer arbeitest, sollten deine Ellbogen im rechten Winkel und der Bildschirm ungefähr auf Augenhöhe sein. So kannst du sicherstellen, dass dein Körper richtig ausgerichtet ist und nicht in der „Schildkrötenhaltung“ über deinem Laptop hängt. Wenn du an einem Laptop arbeitest, solltest du dir einen Laptop-Ständer und eine externe Tastatur kaufen.

Kürze deine To-Do-Liste

Bevor du die Aufgaben des Tages in Angriff nimmst, solltest du dir 10 Minuten Zeit nehmen, um eine detaillierte To-Do-Liste zu erstellen. Verbringe dann weitere fünf Minuten damit, eine noch kürzere Liste mit Aufgaben zu erstellen, von denen du sicher weißt, dass du sie in den nächsten Stunden erledigen wirst.

Der Gedanke dahinter ist einfach: Wenn du zu viele Aufgaben für einen Tag hast, kannst du sicher sein, dass einige davon nicht erledigt werden. Und das wird am Ende des Tages für reichlich Demotivation sorgen. Dieser Trick hilft dir nicht nur, dich an jede Aufgabe zu erinnern und sie zu planen, sondern gliedert deinen Tag auch in kleine, umsetzbare Aufgaben. Und wenn du deine erledigten Aufgaben erst einmal abgehakt oder durchgestrichen hast, werden diese sichtbaren Erfolge deine Produktivität weiter steigern.

Kaufe dir ein paar leichte Trainingsgeräte

Widerstandsband und kleine Hanteln

Bestelle dir einen Satz Widerstandsbänder, leichte Gewichte oder sogar einen kleinen Crosstrainer und bewahre dieses Equipment in deinem Home Office auf. Kurze Pausen mit etwas Bewegung können dir dabei helfen, neu in Schwung zu kommen, dich zu konzentrieren und im Laufe des Tages Energie zu tanken. Ganz zu schweigen davon, dass ein solches Training generell gut für dich ist. Dein Kopf und dein Herz (und dein Rücken, deine Schultern und deine Knie …) werden dir dafür danken.

Mache sinnvolle Pausen

Wenn es Zeit für eine Pause ist, klicken sich die meisten Menschen für eine Weile durch ihre soziale Medien. Diesem Beispiel solltest du nicht folgen und stattdessen nach produktiveren Wegen suchen, Energie zu tanken. Lies relevante Artikel, um dich inspirieren zu lassen, informiere dich über neue Innovationen auf deinem Gebiet, mache einen Spaziergang um den Block oder nutze dein neues Trainingsequipment.

Solange du die Zeit deiner Pausen trackst, wirst du bald wieder an der Arbeit sein und dein Gehirn wird sich etwas erfrischt fühlen. Wähle eine Pausendauer, die zu deinem Zeitplan und deinen Arbeitsgewohnheiten passt. Manche Leute machen alle 30 Minuten eine fünfminütige Pause, andere bevorzugen 10 oder 15 Minuten nach einer Stunde konzentrierter Arbeit. Achte nur darauf, deine Arbeitsintervalle nicht so kurz zu gestalten, dass dich deine Pause zu früh aus deiner Konzentration reißt. Auch zu lange Intervalle sind meist ineffektiv, weil Konzentration und Leistungsfähigkeit nach einer gewissen Zeit nachlassen.

Achte auf Ordnung und Sauberkeit

Augeräumter Arbeitsplatz im Home Office

Wir haben oft schon genug Unordnung in unseren Köpfen, warum also auch noch Unordnung an unserem Arbeitsplatz? Von zu Hause Arbeiten bedeutet, dass dein ganzes Haus oder deine ganze Wohnung Potenzial für Ablenkung bietet. Vielleicht kannst du einfach nicht wegschauen, wenn sich das Geschirr mal wieder in der Küche stapelt oder das Spielzeug der Kinder überall verteilt ist.

Wenn sich die Dinge schnell anhäufen, ist es vielleicht eine gute Idee, jeden Tag oder jede Woche eine Zeit zum Aufräumen einzuplanen – egal, ob es sich dabei um das ganze Haus oder nur um den Bereich handelt, in dem du arbeitest. Deine Aufräumarbeiten könnten sogar als produktive Pause von der Arbeit dienen, wenn du mal wieder eine brauchst.

Neben dem Aufräumen deines Wohnraums ist es wichtig, deinen Schreibtischbereich ordentlich zu halten. Du könntest deinen Tag auch damit beginnen oder ihn beenden, indem du deinen Schreibtisch organisierst und aufräumst. Hefte alle Papiere ab, verstaue deine Stifte und stelle ganz generell sicher, dass du einen aufgeräumten und ablenkungsfreien Arbeitsplatz hast, der deiner Produktivität förderlich ist.

Ein großer Übeltäter in Sachen Unordnung am Schreibtisch ist Essen. Gerade im Home Office ist es oft verlockend, schnell direkt am Schreibtisch zu essen oder sich einen Snack zu gönnen. Du brauchst dir aber nicht kategorisch verbieten, an deinem Schreibtisch zu essen. Allerdings solltest du dich bemühen, direkt danach und so schnell wie möglich alle Spuren deiner Mahlzeit zu beseitigen. Besteck, Krümel, Servietten, Verpackungen usw. sorgen für einen unappetitlichen und unordentlichen Arbeitsplatz, der wiederum für einen unproduktiven Geist sorgt.

Zu guter Letzt ist es eine gute Idee, Aufbewahrungsmöglichkeiten für deinen Arbeitsbereich in Betracht zu ziehen. Du brauchst einen Platz zum Verstauen von Papieren, Büromaterial oder anderen Gegenständen, egal ob es sich dabei um Kisten, Aktenschränke oder Regale handelt. Ein gutes Aufbewahrungssystem hilft dir nicht nur, deinen Arbeitsbereich aufgeräumt und übersichtlich zu halten, sondern spart Zeit und hilft dir, Dinge schneller zu finden.

Pausen für die Augen

Das hört sich jetzt vielleicht unwichtig an, kann aber einen enormen Unterschied machen. Es ist gar nicht so einfach, sich daran zu erinnern und es dann auch wirklich zu tun. Versuche es und gib dir wirklich Mühe – die Vorteile werden für sich sprechen.

Du kannst die Augenbelastung mithilfe der 20-20-20-Regel reduzieren. Höre alle 20 Minuten auf, auf deinen Bildschirm zu starren. Schaue 20 Sekunden lang auf etwas, das sich 20 Fuß von dir entfernt befindet. Die Regel stammt aus dem englischsprachigen Raum, 20 Fuß sind ungefähr 6 Meter. Damit reicht es bereits aus, wenn du einen Gegenstand auf der andere Straßenseite fixierst. Es gibt auch eine Erweiterung für Google Chrome, die dich analog zur 20-20-20-Regel an regelmäßige Pausen erinnert. Probiere es aus, deine Augen werden es dir danken.

Grünpflanzen wirken Wunder

Kleine Grünpflanze am Arbeitsplatz

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Kontakt mit der Natur die Zufriedenheit und Produktivität der Arbeitnehmer erhöht und gleichzeitig den Stress verringert. Wenn du von deinem Arbeitsplatz Ausblick auf Bäume und Sträucher hast, solltest du deinen Schreibtisch günstig platzieren, um hin und wieder diese Ablenkung zu genießen. Außerdem kannst du damit auch gleich die 20-20-20-Regel umsetzen.

Aber auch wenn du in einer sehr urbanen Umgebung wohnst, musst du dir keine Sorgen machen. Weitere Untersuchungen zeigen, dass selbst die kleinste Interaktion mit der Natur dazu beitragen kann, die Stimmung zu heben und die Produktivität zu steigern. Wenn dein Home Office dir keinen Ausblick in die Natur bieten kann, solltest du in Erwägung ziehen, einige Topfpflanzen in dein Blickfeld zu stellen oder deine Pausen für einen kurzen Spaziergang zu nutzen.

Der richtige Umgang mit ablenkenden Menschen

Es mag Menschen in deinem Leben geben, die einfach nicht verstehen können, dass von zu Hause arbeiten immer noch Arbeit bedeutet.

Ob es ein geschwätziger Nachbar oder ein Freund ist, der einfach gerne vorbeikommt, oder deine Schwiegermutter, die ständig anruft – bringe dir selbst bei, dich höflich aber bestimmt zurückzuziehen. Gehe weder ans Telefon noch an die Tür, so einfach ist das. Wenn du den Leuten deine Arbeitszeiten mitgeteilt hast und dass du währenddessen nicht verfügbar bist, brauchst du dich auch nicht schuldig fühlen, wenn du für alles andere als einen absoluten Notfall nicht erreichbar bist.

Wenn du nicht selbst deine Grenzen setzt, wird es niemand für dich tun.

Produktiver in der richtigen Kleidung

Es ist eine schlechte Angewohnheit, in Boxershorts und T-Shirt die Treppe hinunterzukommen, sich eine Tasse Kaffee zu schnappen und sich direkt an den Computer zu setzen. Man kann auch etwas später duschen, oder? Vielleicht in der nächsten Pause …

Nein, tu das nicht! Zwinge dich, aufzustehen und dich auf einen normalen Arbeitstag vorzubereiten, und das jeden Tag. Ansonsten wirst du schnell das Zeitgefühl verlieren und in Panik geraten, wenn du dich plötzlich auf einen Videoanruf vorbereiten oder tatsächlich irgendwo hingehen musst. Die richtige Kleidung wird dir außerdem das Gefühl geben, professioneller und bereit zu sein, deine Arbeit auf die produktivste Art und Weise anzugehen.

Arbeiten im Home Office: Fazit

Home Office und Corona – diese beiden Begriffe fallen aktuell sehr häufig, womit sich auch immer mehr Menschen die Frage stellen, wie man produktiv von zu Hause aus arbeiten kann. Ob du gerade erst mit der Arbeit von zu Hause beginnst oder bereits Home-Office-Veteran bist, mit ein paar einfachen Tipps und Tricks, kannst du deine Arbeit effektiv erledigen und trotzdem von allen Vorteilen der Heimarbeit profitieren. Setze klare Grenzen zwischen deinem Arbeitsbereich und deinem Wohnraum, vermittle deinen Mitmenschen, dass auch im Home Office immer noch Arbeit ist und richte deinen Arbeitsplatz mit klarem Fokus auf Produktivität ein.

Wenn du jetzt noch die nötige Disziplin an den Tag legst, könnte das Home Office vielleicht sogar auf Dauer dein Arbeitsleben revolutionieren – auch nach der Coronakrise.

Hast du bereits selbst Erfahrungen mit der Arbeit von zu Hause? Vielleicht hast du noch weitere Anregungen, mit denen sich ein Home Office optimieren lässt. Wir freuen uns auf deine Kommentare.

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Philipp Dukatz
Philipp Dukatz
Philipp ist freiberuflicher Marketingberater, Copywriter und Übersetzer. Mit über 10 Jahren Erfahrung verhilft er Unternehmen zu mehr Engagement und Umsatz. Du erreichst Philipp am besten über sein LinkedIn-Profil.