Die Zukunft des E-Commerce: Wie sich E-Commerce 2020 und darüber hinaus verändern wird

Andrew Roach Dropshipping

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E-Commerce ist eine riesige Branche. Damit ist es auch nicht verwunderlich, dass die Leute immer wieder nach der Zukunft des E-Commerce fragen.

Der weltweite Absatz im Segment E-Commerce belief sich 2019 auf fast 3,5 Billionen Dollar, was beweist, dass der E-Commerce eine zunehmend lukrative Option für Unternehmen ist.

Das ist enorm. Und noch besser ist, dass dies sicherlich kein neuer Trend ist.

Tatsächlich wurde im Zeitraum von 2014 bis2017 eine durchschnittliche Wachstumsrate von 25,6 Prozent der E-Commerce-Verkäufe verzeichnet.

Das sind harte Fakten, die beweisen, dass der elektronische Handel floriert – und das schon seit einer Weile.

E-Commerce ist zudem eine Branche, die sich ständig verändert. Trends wechseln ständig, was großen Einfluss auf die Art und Weise hat, wie Menschen in allen Teilen der Welt Produkte kaufen.

Das macht die Zukunft des E-Commerce sehr spannend.

Es wird erwartet, dass sich mit Blick auf den E-Commerce in den kommenden Jahren eine Menge großer Dinge ändern werden. Wir möchten dir einen kleinen Einblick in die Zukunft des E-Commerce geben und aufzeigen, wie du von diesen Trends profitieren kannst.

Wir werden einige der Top-Trends im Jahr 2020 analysieren, diskutieren, was unserer Meinung nach die wichtigsten Veränderungen in den nächsten Jahren sein werden, und dann darlegen, welche Grüne hinter diesen Veränderungen stecken.

Es gibt eine Menge zu entdecken, lass uns also direkt einsteigen.

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Zukunft des E-Commerce für den Einzelhandel

1. Schwellenländer werden eine große Rolle spielen

Globus mit 2 Händen

Aufstrebende Märkte wie Indien, China, Brasilien, Russland und Südafrika werden voraussichtlich eine große Rolle in der Zukunft des Ecommerce spielen.

Das mag angesichts des jüngsten Wirtschaftswachstums einiger dieser Länder nicht völlig überraschend sein, aber lass uns das Ganze etwas genauer betrachten.

Es wird geschätzt, dass bis 2022 etwa 3 Milliarden potenzielle Käufer aus Schwellenländern Zugang zum Internet haben werden. Das sind viele potenzielle Kunden.

Zudem wird erwartet, dass 20 Prozent aller Einzelhandelsumsätze im Jahr 2022 von Käufern kommen werden, die in diesen aufstrebenden Märkten ansässig sind. Das ist eine Menge potenzieller Verkäufe.

Sehr spannend an all dem ist, dass viele dieser Märkte von den bestehenden Online Shops noch relativ unerschlossen sind.

Das bedeutet, dass es eine Menge Potenzial für bestehende Unternehmen gibt, sich zu diversifizieren und ein neues Publikum zu erreichen.

Es bedeutet auch, dass es viele Möglichkeiten für neue E-Commerce-Marken gibt, in diese aufstrebenden Märkte einzutreten und ihre Dienstleistungen auf das lokale Publikum zuzuschneiden.

2. Die Debatte: Onlinehandel vs. physischer Handel

Frau mit Einkaufstaschen

Wir können nicht über die Zukunft des E-Commerce sprechen, ohne die stetig wachsende Debatte über das Spannungsfeld zwischen dem digitalen und stationären Handel zu erwähnen.

Im Allgemeinen fallen die Leute in der E-Commerce-Branche in eines der beiden Lager dieser Debatte.

Es gibt Leute, die glauben, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die stationären Einzelhandelsgeschäfte zugunsten einer noch größeren Verlagerung hin zum Online-Shopping verblassen werden.

Und es gibt diejenigen, die dem physischen Einkaufen eine Renaissance prophezeien.

Unsere Haltung dazu?

Es ist unbestreitbar, dass das Wachstum des Online Shopping den Absatz im stationären Handel übertrifft.

Das bedeutet aber nicht, dass Filialgeschäfte nicht immer noch ein unglaublich wertvolles Kapital für E-Commerce-Marken sind.

Statt sich als lokale Version ihrer Onlineshops zu präsentieren (die in der Regel Zugang zu viel mehr Inventar haben), scheinen sich die stationären Geschäfte darauf zu verlegen, einzigartige Einkaufserlebnisse anzubieten. Digitaler Handel und stationärer Handel verfolgen also unterschiedliche Ansätze.

Schauen wir uns Nike an. Die Marke hat mit ihren brandneuen Erlebnis-Einkaufsstätten sowohl in New York als auch Shanghai expandiert. Das Unternehmen nennt diese Orte auch „Houses of Innovation“.

In den neuen Filialgeschäften von Nike kann man exklusive Produkte abholen, Produkte ganz nach Geschmack anpassen, an Fitnesstests teilnehmen, brandneue Produkte ausprobieren, einen Personal Shopper in Anspruch nehmen und vieles mehr.

Das sind Erfahrungen, die man online einfach nicht machen kann, und die die Loyalität zu einer Marke stark festigen.

Dann haben wir auch Shopify. Der E-Commerce-Gigant hat vor kurzem einen Standort in Los Angeles eröffnet, um aufstrebenden Entrepreneuren zu helfen. Auch dies hilft neuen und alten Kunden, die Produkte und die Marke des Unternehmens in einem ganz neuen Licht zu erleben.

Alles in allem sind exklusive Erlebnisse das, was wir als die Zukunft der stationären Einzelhandelsstandorte sehen. Das sind Erlebnisse, die von Dauer sind und anderswo nicht zu finden sind.

3. B2B-Handel

Der elektronische Handel wird nicht mehr vom B2C-Segment dominiert. Der E-Commerce-Umsatz im B2B-Bereich wird in diesem Jahr voraussichtlich auf 6,6 Billionen Dollar steigen.

Es gibt einen wachsenden Trend, dass Unternehmen Software, Produkte und Dienstleistungen für ihre eigenen Mitarbeiter kaufen. Noch nie war es für Unternehmen so wichtig, über die passende Software zu verfügen, um möglichst viele Prozesse zu automatisieren. Auch ergonomisch hochwertige Stühle für das Wohlbefinden der Mitarbeiter, sind etwas, auf das Unternehmen heute viel Wert legen.

B2B beschreibt nicht mehr nur Großhändler, die an Einzelhändler verkaufen. Es ist eine boomende Branche, die von Software- und Technologieunternehmen angeführt wird. Fast jeden Tag gibt es neue Tools, die Aktivitäten automatisieren oder neu definieren und uns damit von manuellen Aufgaben entlasten.

Diese technologischen Fortschritte machen unser Leben einfacher und Unternehmen profitabler. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Unternehmen jedes Jahr mehr Budget für B2B-Käufe zur Verfügung stellen.

Wenn du ein B2B-Händler bist, solltest du sicherstellen, dass dein E-Commerce-Shop große Bestellungen, volumenbasierte Rabatte und die Möglichkeit zur einfachen Nachbestellung zulässt. Mit all diesen Funktionen in deinem Webshop sind dir auf dem Weg nach oben keine Grenzen gesetzt.

4. Automatisierung im E-Commerce

Frau kaut auf Stift

Die Automatisierung im elektronischen Versandhandel ist ein Kernelement des Online-Geschäfts, dass immer mehr an Bedeutung gewinnt. Dies erstreckt sich von der Marketingautomatisierung bis zur Lagerhaltung und darüber hinaus. In der heutigen Zeit verfügt jede Abteilung oder Geschäftseinheit über Elemente, die bis zu einem gewissen Grad automatisiert werden können.

Dieser Trend ist eine tolle Sache, da er bei den Angestellten Zeit und Ressourcen für wichtigere Arbeiten freisetzt. Beispielsweise können Unternehmen, die über große Lagerhäuser verfügen, in die Robotik investieren. So werden sie effizienter und können Personal für wichtigere Aufgaben im Fulfillment einsetzen.

Das Supply Chain Management kann von einer Automatisierungssoftware profitieren, die Bestandswarnungen für die Nachbestellung planen kann, wenn der Lagerbestand knapp wird.

Die Möglichkeiten für die Automatisierung im E-Commerce sind fast grenzenlos. Mit ein wenig Recherche wirst auch du Lösungen finden, die dich und dein Business nach vorne bringen.

5. Versand und Fulfillment

Zukunft des E-Commerce - Fulfillment

Ein weiterer fortschreitender Trend im E-Commerce ist die Zunahme von Versand- und Fulfillment-Zentren weltweit. Da immer mehr Kunden ihre Waren online kaufen, besteht ein Bedarf an Fulfillment-Zentren, die diese Artikel in kürzester Zeit versenden und liefern können.

Infolgedessen werden die Fulfillment-Zentren überall auf der Welt immer intelligenter und stärker automatisiert. Diese Full-Service-Fulfillment-Netzwerke garantieren deinem Unternehmen einen schnellen Versand, Zugang zu Echtzeitdaten und ermöglichen es dir, deine Marke von, Checkout bis zu Lieferung perfekt zu präsentieren.

E-Commerce-Entrepreneure haben heutzutage die Qual der Wahl, vor allem in entwickelten und geschäftigen E-Commerce-Zentren. Durch die Lagerhaltung an mehreren Standorten in einem Land oder auf der ganzen Welt sind deine Produkte näher am Verbraucher, was eine Reduzierung der Transportzeit und -kosten bedeutet.

Noch nie zuvor war das Rennen um schnellere Lieferzeiten wettbewerbsintensiver. Zum Glück gibt es heutzutage erschwingliche Möglichkeiten, um in diesem Wettbewerb zu bestehen.

6. Umweltbewusste Käufer

Feld mit Windkraftanlagen

Die heutigen Online-Käufer sind besser informiert und anspruchsvoller. Es geht nicht mehr nur darum, welches Geschäft die besten Preise anbieten kann. Die Kunden interessieren sich jetzt z. B. auch für die Auswirkungen, die ein Produkt auf die Umwelt haben kann. Für eine größere Kundengruppe ist Plastik mittlerweile schlichtweg out. Und wenn es um den Kauf von Behältern geht, ist Glas in.

Nachhaltige Produkte – das ist mehr als nur ein Schlagwort, verbunden mit dem Aufstieg von Umweltaktivisten. Es ist nur richtig, dass Einzelhändler diesem Beispiel folgen und sicherstellen, dass ihre Produkte keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Wenn du zum Beispiel eine Make-up-Marke bist, könntest du deinen Kunden auch vegane Optionen anbieten, da dies ein mittlerweile sehr beliebter Trend ist.

Da sich dieser Trend weiter fortsetzt, wird die Beschaffung dieser Art von Produkten jeden Tag einfacher.

7. Private Label

Private Label bedeutet, dass ein einzigartiges Produkt von einem Unternehmen hergestellt, aber unter dem Markennamen eines anderen Unternehmens verpackt und verkauft wird. Diese Methode ermöglicht es Einzelhändlern, einzigartige Produkte anzubieten, ohne viel Kapital für den Aufbau einer eigenen Produktlinie zu investieren. Entsprechende Unternehmen können sich darauf verlassen, dass die Hersteller Produkte liefern, die sehr spezifisch auf die Bedürfnisse ihres Publikums zugeschnitten sind.

Private Labeling ist großartig für ein Unternehmen, da es den wahrgenommenen Wert des Produkts erhöht. Für Unternehmen, die markenlose oder Dropshipping-Produkte verkaufen, kann das Private Labeling der nächste Schritt sein.

Warum ist das ein E-Commerce-Trend? Wenn du in einer Nische tätig bist, die darauf angewiesen ist, dass bestimmte Materialien nicht verwendet werden oder bestimmte Standards eingehalten werden müssen, ist das Private Labeling der richtige Weg.

So bietet VegexPro beispielsweise Eigenmarkenprodukte mit Zertifizierungen wie Bio, HACCP, Koscher, Halal, RAW, Vegan, Glutenfrei und Fair Trade an. Dieser Hersteller wäre ein guter Partner, wenn deine Kunden vegane oder glutenfreie Produkte wünschen.

Der Trend hin zu mehr maßgeschneiderten Produkten macht den E-Commerce-Handel erschwinglich und senkt die Eintrittsbarriere in einen stark wettbewerbsorientierten Bereich. Wenn deine Kunden anfangen, sich nach maßgeschneiderten Produkten zu erkundigen, könnte diese eine gute Option sein.

Zukunft des E-Commerce für Marketer

8. Die Gerätenutzung wird noch wichtiger

Zukunft des E-Commerce - Mann mit Smartphone

Wenn es um die Zukunft des E-Commerce geht, ist eines klar: Den Geräten, die die Käufer beim Online-Shopping benutzen, wird viel mehr Bedeutung zukommen.

Aber warum genau?

In der Vergangenheit bauten die meisten E-Commerce-Unternehmen ihre Einkaufserlebnisse mit einem Fokus auf die Desktop-Darstellung auf.

Nun ist es umgekehrt. E-Commerce-Unternehmen sind darauf bedacht, ihre Onlineshops mit Blick auf mobile Benutzer zu entwickeln. Desktop-Nutzer kommen erst an zweiter Stelle.

Das mag wie eine seltsame Umstellung erscheinen. Tatsächlich macht es aber viel Sinn, vor allem wenn man bedenkt, dass im Jahr 2020 schätzungsweise 45 Prozent aller geschäftlichen Entscheidungen über das Mobiltelefon getroffen werden.

Und das entspricht einem Umsatz von 284 Milliarden Dollar.

Aber, und das ist potenziell noch interessanter: Untersuchungen haben ergeben, dass 56 Prozent der Käufer ihre mobilen Geräte bereits zu Hause zur Produktrecherche nutzen.

Dies widerspricht der früheren Doktrin, dass mobile Websites so gestaltet werden sollten, dass sie für Käufer unterwegs leicht verdaulich sind.

Jetzt wollen Käufer das volle Einkaufserlebnis auf allen Geräten.

Vor diesem Hintergrund wird es mit Shopify ziemlich einfach sein, dein Publikum zu begeistern.

Hier hast du Zugang zu einer Fülle von Themes, die darauf ausgerichtet sind, ein nahtloses Einkaufserlebnis zu gewährleisten, unabhängig davon, welches Gerät deine Kunden verwenden.

Außerdem kannst du die adaptive Version deines Shop-Designs leicht überprüfen, indem du die Größe deines Browsers änderst. Wenn du auf dem Desktop arbeitest, kannst du ihn einfach verkleinern und genau das sehen, was deine Kunden mit Mobilgeräten sehen. Dies ist nur einer der vielen Vorteile, dein Business über Shopify zu betreiben.

9. Video ist auf dem Vormarsch

Video Set - Video als Zukunft des E-Commerce

E-Commerce-Unternehmen werden ihre Skills in Sachen Video verfeinern müssen, denn in der Zukunft des E-Commerce wird dieses Medium voraussichtlich eine große Rolle spielen.

Untersuchungen haben bereits ergeben, dass 60 Prozent der Kunden beim Einkaufen lieber ein Produktvideo ansehen als eine Produktbeschreibung zu lesen.

Darüber hinaus tätigen 64 Prozent der Käufer einen Kauf, nachdem sie markenspezifische Videos in den sozialen Medien angesehen haben.

Diese Veränderungen im Einkaufsverhalten könnten auf die Entwicklung beliebter Social-Media-Anwendungen wie Facebook, Instagram und Snapchat zurückzuführen sein, die allesamt Updates (man denke an Instagram Stories) vorangetrieben haben, die Videoinhalten priorisieren.

Oder es könnte an der Vielzahl von massiv erfolgreichen YouTube-Kanälen liegen, die sich auf das Auspacken, Bewerten und Besprechen von brandneuen Produkten konzentrieren (Unboxing).

Kombiniert man diese beiden Faktoren, ist es keine Überraschung, dass sich die Käufer immer mehr daran gewöhnen, während ihres Einkaufs Videoinhalte zu konsumieren.

So ist es nur folgerichtig, dass sich auch die E-Commerce-Unternehmen an diesen Wandel anpassen.

Das Hinzufügen von Videoelementen zu deinen Produktangeboten und die Integration von Video in deine Marketingstrategie ist also ein Muss, wenn du mit deinem Webshop in diesem Jahr und darüber hinaus erfolgreich sein willst.

10. Die Zukunft des E-Commerce-Marketings

Lachende Frau

E-Commerce-Unternehmen können mit großartigen Produkten allein nicht erfolgreich sein – sie müssen Kunden anlocken und sie zum Kaufen animieren.

Genau aus diesem Grund wird großartiges Marketing immer ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs im E-Commerce sein.

Ein erfolgreiches Marketing bedeutet oft auch Anpassung. Wie wird also die Zukunft des E-Commerce-Marketings aussehen? Wie werden sich Marken anpassen müssen, um sicherzustellen, dass sie die richtigen Käufer über die richtigen Kanäle erreichen?

Nun, wir haben bereits darüber gesprochen, wie wichtig das Smartphone in Zukunft sein wird. Und das gilt ebenso für den Bereich Marketing im Onlinehandel.

Die Käufer von heute werden immer mehr mit dem Surfen und Einkaufen auf ihren mobilen Geräten vertraut. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass Unternehmen sich anpassen und lernen, ihre Marketingkampagnen auch für das Mobiltelefon zu optimieren.

Aber es ist nicht nur das mobile Marketing, von dem erwartet wird, dass es für E-Commerce-Unternehmen an Bedeutung gewinnen wird.

So wird z. B. prognostiziert, dass Content-Marketing zur Gewinnung der Aufmerksamkeit noch wichtiger als bereits heute werden wird. 78 Prozent der Käufer geben an, dass relevante Inhalte ihre Kaufabsicht erhöhen.

Im Wesentlichen helfen gute Inhalte Marken dabei, potenzielle Kunden davon zu überzeugen, wofür ihr Unternehmen steht. Und das ist einer der größten Marketingerfolge, auf den Unternehmen hoffen können.

11. Personalisierung als Schlüssel zum Erfolg

Erfolgreicher Geschäftsmann am Tisch

E-Commerce-Unternehmen arbeiten ständig daran, das Einkaufserlebnis für ihre Kunden zu verbessern.

Schon heute gibt es Algorithmen, die Daten über dein Verhalten sammeln und auswerten und wahrscheinlich mehr über deinen Geschmack wissen als dein engsten Freunde und Familienangehörigen.

So können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Marketingkampagnen konsequent optimiert werden.

Sie arbeiten ständig daran, uns genau die Produkte zu zeigen, von denen sie glauben, dass wir sie am ehesten kaufen werden.

Aber vielleicht erreichen wir hier gerade einen Wendepunkt.

Es scheint eine gewisse Ermüdung zu geben, weil die Leute wissen, dass die Kommunikation über Algorithmen und nicht über echte Menschen erfolgt. Dementsprechend sehnen sie sich nach einer Personalisierung ihrer Einkaufserlebnisse.

Die Käufer wollen das Gefühl haben, dass sich jemand auf der anderen Seite des Bildschirms um sie kümmert. Dabei muss das Ganze nicht allzu komplex sein. Es könnte so einfach sein wie eine personalisierte E-Mail, ein individueller Rabatt-Code oder etwas anderes.

Die Forschung unterstützt diese Einschätzung: 41 Prozent der Käufer gaben an, aufgrund schlechter Personalisierung bereits von Unternehmen gewechselt zu haben, die ihnen eigentlich gefallen.

Außerdem geben 48 Prozent der Käufer am Ende mehr Geld bei einem Unternehmen aus, wenn ihnen ein personalisiertes Einkaufserlebnis geboten wird.

Was bedeutet das alles?

Nun, wenn es dir genauso wie uns geht, erhältst du wahrscheinlich regelmäßig E-Mails von Unternehmen, die dir „aufgrund deiner jüngsten Einkäufe“ Produkte empfehlen.

Hier ist ein Szenario: Du kaufst einen Mixer von einem Onlineshop. Großartig. In der nächsten Woche erhältst du eine E-Mail von derselben Firma. Betreffzeile: „Hi, wir haben gesehen, dass du einen Mixer gekauft hast. Hier sind noch weitere Modelle, die du dir anschauen solltest.“

An dieser Stelle greifen Algorithmen zu kurz.

Wir brauchen natürlich keinen weiteren Mixer.

Ein echter Kundenbetreuer würde wissen, dass eine solche E-Mail keinen Sinn für uns macht. Das einzige, was hierdurch erreicht wird, ist das Gefühl eines unpersönlichen Einkaufserlebnisses.

Genau aus diesem Grund wird sich ein integraler Bestandteil der Zukunft des Versandhandels darum drehen, dass Unternehmen und Entrepreneure Wege finden, direkte Beziehungen zu ihren Kunden aufzubauen.

Die Optimierung deiner Marketingkampagnen mit Elementen der Personalisierung ist eine einfache Möglichkeit, um mit dem Aufbau solcher Beziehungen zu beginnen.

Hier sind ein paar Ideen, um dir den Einstieg zu erleichtern:

  • Wenn du E-Mails an dein Publikum versendest, solltest du die Empfänger mit ihrem Namen ansprechen.
  • Sende ihnen Vorabinformationen zu anstehenden Produkteinführungen, um deine Wertschätzung zu zeigen. Bonuspunkte gibt es, wenn du ihnen Inhalte sendest, die sich auf frühere Käufe beziehen.
  • Bitte deine Kunden um Feedback zu den Produkten, die sie kaufen. Dies wird dir auch dabei helfen, Social Proof als Marketingtaktik einzusetzen.

Diese Punkte kratzen nur an der Oberfläche. Du selbst weißt am besten, was bei deinem Publikum am besten ankommt. Scheue dich also nicht, einige Tests durchzuführen und zu sehen, was den größten Erfolg bringt.

12. Kundenerfahrung

Ananas mit Sonnenbrille

Sowohl die Kundenerfahrung im Geschäft vor Ort als auch im Onlineshop ist für den Erfolg deines Business extrem wichtig.

Die Einstellung von erstklassigem Verkaufspersonal, kann den Verkaufsprozess für deine Kunden reibungsloser und sorgenfreier gestalten und sich effektiv auf deinen Umsatz auswirken.

In ähnlichem Maße ist die Optimierung deines Online-Verkaufsprozesses unter Berücksichtigung der Erwartungen deiner Kunden überaus wichtig. Das bedeutet, dass du deinen Verkaufsprozess oder deinen Checkout mit tatsächlichen Personen testen solltest, um eventuelle Reibungspunkte vorab zu identifizieren.

Hier einige Dinge, die du auf deiner Website testen kannst:

  • Deinen Call-to-Action (CTA)
  • Die Länge deines Checkout-Prozesses
  • Die Informationen, nach denen auf der Checkout-Seite gefragt wird
  • Deine Kommunikation
  • Der Aufbau deiner Produktseiten

Diese Maßnahmen können effektiv auf das Benutzererlebnis deines Unternehmens einzahlen.

13. KI und Chatbots

Chatbots als Zukunft des E-Commerce

Der Wandel im E-Commerce drückt sich auch in der Verwendung von KI und Chatbots aus, mit denen Besucher von Onlineshops schneller an ihr Ziel geführt werden sollen.

Chatbots gibt es schon seit einigen Jahren und werden ständig weiterentwickelt, um die Fragen der Kunden zu beantworten und viele andere Aufgaben im Rahmen des Kundenservice zu übernehmen. Das ist ideal für Unternehmen, die in vielen verschiedenen Ländern tätig sind, aber nicht über die Ressourcen verfügen, um rund um die Uhr online zu sein und Kunden zu betreuen.

Auch KI-Assistenten sind für Onlineshops sehr wichtig, da sie Lagerbestände, Nachbestellungen und andere Prozesse verwalten können. So haben E-Commerce-Entrepreneure mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge, die das Business voranbringen.

KI und Chatbots haben in letzten fünf Jahren wirklich an Fahrt aufgenommen, wobei die technologischen Fortschritte bedeuten, dass sich dieser Trend in Zukunft weiter fortsetzen wird. Mit jedem Jahr wird KI in anderen Disziplinen oder Unternehmensbereichen eingesetzt. Wenn du einen Shopify-Shop betreibst, solltest du dir einige der dafür entwickelten KI-Apps ansehen, die deinem Unternehmen schon heute helfen können.

14. Interaktive Produkte

Einer der größten Nachteile des E-Commerce ist die Tatsache, dass die Kunden das Produkt vor dem Kauf nicht wie in einem Ladengeschäft ausprobieren können. 51 Prozent der Kunden gaben in einer Umfrage aus dem Jahr 2018 an, dass der größte Nachteil des Online-Shoppings darin besteht, dass sie ein Produkt vorab nicht anfassen, fühlen und ausprobieren können.

Leider geht diese Erfahrung beim elektronischen Handel fast komplett verloren. Technologie kann hier jedoch Abhilfe schaffen. Mit der Augmented-Reality-Technologie (AR) lassen sich eindrucksvolle Einkaufserlebnisse schaffen, bei denen sich die Käufer mit den Produkten beschäftigen können, bevor sie sie kaufen.

Zum Beispiel erlaubt Shopify AR Marken, ihren Kunden ihre Produkte vor dem Kauf in natürlicher Umgebung zu zeigen. So können sie sicherstellen, dass das entsprechende Produkt auch wirklich den eigenen Vorstellungen entspricht. Mit dieser Technologie können Kunden schnell fundierte Kaufentscheidungen treffen.

Die interaktive Produktbetrachtung durch AR oder VR ist zwar noch neu, wird aber von E-Commerce-Marken schnell angepasst, um Kunden bei der Auswahl des richtigen Produkts zu unterstützen.

15. Informierte Käufer

Wenn es darum geht, wo man Produkte, insbesondere teurere Produkte, kaufen kann, neigen Kunden dazu, online zu recherchieren. Selbst wenn sie am Ende ein Produkt im Geschäft vor Ort kaufen, tendieren die Käufer dazu, vorher online zu recherchieren.

Eine V12-Studie besagt, dass 81 Prozent der Käufer vor dem Kaufen Online-Recherchen durchführen. Dies ist eine riesige Zahl, die zeigt, wie wichtig es ist, in den sozialen Medien, in der Google-Suche und überall dort gefunden zu werden, wo sich potenzielle Kunden aufhalten.

Wenn deine Kunden ein Produkt recherchieren und du ihnen alle richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt an die Hand gibst, entscheiden sie sich vielleicht dafür, direkt bei dir statt im Geschäft vor Ort zu kaufen. Wenn du dein Zielpublikum und die Art und Weise, wie es Produkte kauft, verstehst, kannst du Vertrauen aufbauen und deinen Kundenstamm vergrößern.

Hier einige weitere Statistiken, die mit Blick auf informierte Käufer die Zukunft des E-Commerce beschreiben:

Schlussbemerkungen zur Zukunft des E-Commerce

Die Zukunft des E-Commerce wird zweifellos voller aufregender Veränderungen und Innovationen sein – sowohl für Unternehmen als auch Käufer. Die digitale Transformation im Einzelhandel wird sich weiter durchsetzen und viele Trends bestimmen.

Ob du nun Entrepreneur bist oder selbst in einem E-Commerce-Unternehmen arbeitest, solltest du dich über Veränderungen und Trends im E-Commerce auf dem Laufenden halten.

Unser bester Rat ist es, weiter zu lernen.

Lies Artikel. Schau dir Videos an. Höre dir Podcasts an.

Versuche, so viele Informationen wie möglich über das E-Commerce-Segment zu sammeln, um dir so einen Vorteil gegenüber deiner Konkurrenz zu verschaffen.

Also, was denkst du? Hast du Vorhersagen für die Zukunft des E-Commerce im Jahr 2020 und darüber hinaus?

Gab es etwas, das aus deiner Sicht auf unserer Liste fehlt, über das du gerne mehr erfahren würdest? Lass es uns gerne im Kommentarbereich unten wissen.

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Andrew Roach
Andrew Roach
Andrew Roach ist Content Marketer bei Oberlo. Seine Leidenschaft gilt dem E-Commerce und der Kreation informativer Inhalte, um Entrepreneure bei Gründung und Ausbau ihres Unternehmens zu unterstützen.