Der Onlinehandel ist nicht mehr wegzudenken. Allein in Deutschland hat der E-Commerce im Jahr 2021 erstmals die Umsatzmarke von 100 Milliarden Euro geknackt! Dabei wird jeder zweite Euro (50,5 Mrd. Euro) über Online-Marktplätze umgesetzt. 

Fakt ist: E-Commerce wird zur neuen Normalität. Mittlerweile kann sich diesem Trend kein Unternehmen mehr entziehen. Wer heutzutage seine Produkte verkaufen möchte, muss eine geeignete Onlinepräsenz haben. Neben dem eigenen Onlineshop stellt der Verkauf der eigenen Produkte über Online-Marktplätze eine interessante Alternative dar. In diesem Beitrag schauen wir uns das Thema einmal genauer an und stellen verschiedene Verkaufsplattformen vor.    

Lesetipp: Online verkaufen leicht gemacht – mit diesen 5 Ideen startest du dein eigenes Business. 

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Was sind Online-Marktplätze

Hinter dem Begriff der Online-Marktplätze verbirgt sich nichts anderes als eine Verkaufsplattform im Internet, die Käufer und Verkäufer zusammenbringt. Auf E-Commerce-Marktplätzen wie beispielsweise Amazon, eBay und Alibaba erreichen Verkäufer eine große Masse an potenziellen Kunden und können ihre Ware dort feilbieten.

Online-Marktplätze: die unterschiedlichen Arten

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Anbietern, die eine Plattform für Käufer und Verkäufer bieten. Nicht jeder Online-Marktplatz gleicht dabei dem anderen. Allgemein lassen sich Online-Marktplätze anhand von 3 Kriterien unterscheiden:

1. Offene vs. Geschlossene Marktplätze

Auf offenen Marktplätzen kann sich nahezu jeder Händler selbst anmelden. Im Gegensatz dazu entscheidet auf geschlossenen Marktplätzen der Betreiber, welcher Händler zugelassen wird.

2. Angebotsart

Weiterhin kann zwischen Angebotsarten wie beispielsweise Sofortkauf, Auktion oder Inserat unterschieden werden. Dies hat unter anderem Einfluss darauf, ob die Transaktion direkt auf dem Online-Marktplatz stattfindet oder erst bei Übergabe der Ware.

3. Betriebsart

Ein weiterer Unterschied stellt die Betriebsart des Online-Marktplatzes dar. Klassischerweise wird dabei unterschieden, ob der Marktplatzbetreiber als Händler auftritt und den Verkauf vornimmt (z. B. Amazon) oder ob der Betreiber ein reiner Vermittler ohne eigenen Verkauf ist (z. B. eBay Kleinanzeigen). 

Das bieten dir Online-Marktplätze – Vorteile

Online-Marktplätze sind in Deutschland sehr beliebt. Mit der geeigneten Plattform erreichst du nicht nur enorm viele potenzielle Kunden, sondern kannst sogar viel Aufwand an den Marktplatzbetreiber auslagern. 

Die Plattformen übernehmen für dich die komplette Verwaltung der Geschäftstransaktionen, nachdem du die Kunden für deine Produkte begeistert hast! 

Die Vorteile von Online-Marktplätzen auf einen Blick: 

  1. Öffnungszeiten ade – Shopping rund um die Uhr 
  2. Booste deine Reichweite – Erreiche eine riesige Anzahl an potenziellen Kunden
  3. Go global – Mit dem richtigen Online-Marktplatz gelingt dir die Internationalisierung im Handumdrehen 
  4. Konzentriere dich aufs Wesentliche – Geringerer Aufwand durch Verwaltung über Marktplatzbetreiber
  5. Überwinde die erste Hürde – Online-Marktplätze schaffen Vertrauen in deine Marke

Die Top 5 Online-Marktplätze in Deutschland – Der große Anbietervergleich

Der E-Commerce in Deutschland ist geprägt von den Onlineriesen Amazon und eBay. Für viele Nutzer sind diese Plattformen ständig präsent und es wurden vielfach Erfahrungen mit dem Kauf bei diesen Anbietern gemacht. Allerdings lohnt sich auch ein Blick auf Online-Marktplätze abseits der beiden US-Konzerne. 

Wir haben für dich die Top 5 der beliebtesten Onlinehandelsplattformen zusammengefasst. 

#1 Amazon

And the winner is… Amazon. Der US-Riese gibt in Deutschland ganz klar den Ton an. Die Plattform ist in Deutschland äußert beliebt. Als Generalist unter den Online-Marktplätzen werden sowohl die Produkte Dritter als auch eigene Produkte des Konzerns weltweit angeboten. Über die letzten Jahre hat sich Amazon zu einem der größten Logistikunternehmen entwickelt und spielt in der Liga der wertvollsten Unternehmen der Welt ganz oben mit. 

Mit monatlich mehr als 450 Millionen Besuchen auf der deutschen Seite (amazon.de), ist Amazon in Deutschland unangefochtener Platzhirsch. 

Vorteile

Nachteile

Hohe Reichweite und Vertrauen

Große Konkurrenz 

Viele Schnittstellen 

Hohe Gebühren 

Möglichkeit zur kostenpflichtigen Bewerbung des Angebots

Kein eigenes Design der Produktseite möglich 

Infrastruktur von Amazon nutzbar

Lesetipp: Mehr auf Amazon verkaufen – Wir haben in diesem Beitrag Tipps für deinen Amazon-Shop zusammengestellt. 

#2 eBay

Gestartet als Flohmarkt unter den Online-Marktplätzen hat sich das Auktionshaus mittlerweile zu einer der größten E-Commerce-Plattformen der Welt entwickelt. Vor allem bei Sammlern und Schnäppchenjägern ist eBay beliebt. Ähnlich wie auch Amazon ist eBay dabei ein Generalist, der weltweit Käufer und Verkäufer zusammenbringt. 

In Deutschland verzeichnen die Plattformen von eBay mehr als 330 Millionen Webseiten-Besuche im Monat (eBay.de: rund 173 Mio.; ebay-kleinanzeigen.de: rund 161 Mio.). 

Vorteile

Nachteile

Große Bekanntheit und Vertrauen

Starke Konkurrenz 

Eigener eBay-Shop mit eigenem Layout  

Teils hohe Gebühren  

Viele Schnittstellen 

Ausgezeichnete Infrastruktur

#3 Otto

Das Hamburger Unternehmen Otto ist eine feste Größe im deutschen Onlinehandel. Im Gegensatz zu den beiden US-Riesen ist Europa der Zielmarkt des Unternehmens. Dabei ist der Konzern zum größten B2C Onlinehändler für Lifestyle in Europa gewachsen. 

Mit mehr als 50 Millionen Besuchen auf otto.de ist das Unternehmen vor allem national vielen Menschen ein Begriff. 

Vorteile

Nachteile

Bekanntheit und Vertrauen auch bei älteren Käufern

Strenge Zulassungskriterien  

Verkauf unter eigenem Markennamen möglich  

Eher nationaler Fokus, weniger Reichweite

Interessante Alternative für deutschen Zielmarkt

#4 Zalando

Der Berliner Online-Versandhändler Zalando bedient vor allem den Bereich Fashion – und das besonders erfolgreich. Vor allem in Deutschland ist der Online-Marktplatz sehr beliebt. Die Erfolgsstory zeigt sich auch in seit Jahren ansteigenden Umsatzerlösen des Unternehmens. 

Die Webseite des Anbieters (zalando.de) verzeichnet monatlich mehr als 28 Millionen Besuche

Vorteile

Nachteile

Vor allem bei der jüngeren Zielgruppe bekannt

Eigene Webseite notwendig  

Im Bereich Fashion Nummer 1 in Europa  

Angebot von kostenlosem Versand und Retouren nötig

#5 Etsy

Ein weiterer Online-Marktplatz, der sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit erfreut ist Etsy. Als Plattform, die sich auf Handarbeit und Vintage-Produkte spezialisiert, bedient der Anbieter vor allem die Zielgruppe der kunstinteressierten Nutzer. Wer aber ein besonders individuelles Produkt als Geschenk oder ähnliches sucht, wird hier sicher fündig. Einen Blick ist dieser Online-Marktplatz also auf jeden Fall wert! 

Den rund 370 Millionen monatlichen Besuchern von etsy.com hinkt der deutsche Ableger etsy.de noch deutlich hinterher. 

Vorteile

Nachteile

Transparente Preisstruktur

Kaum Gestaltungsmöglichkeiten des eigenen Shops  

Deutliche Abgrenzung des Angebots zu den Angeboten der Online-Riesen  

Preise nur in US-Dollar (Euro-Preise sind abhängig vom Wechselkurs)  

Persönlicher Kontakt mit den Kunden und aktive Community 

Geringe Reichweite in Deutschland 

Lesetipp: Damit du erfolgreich auf Etsy verkaufen kannst, haben wir für dich Tipps und Tricks in diesem Beitrag zusammengefasst!

Die beliebtesten Online-Marktplätze im Vergleich

Damit du alles auf einen Blick siehst, haben wir dir einen Überblick über die Top 5 Online-Marktplätze in Deutschland aufgestellt (Stand: April 2022). 

Online-Marktplätze im vergleich

Die Qual der Wahl: Tipps zur Auswahl des Anbieters

Bei all den unterschiedlichen Online-Marktplätzen wird die Auswahl eines geeigneten Anbieters schwierig. Obwohl der Marktanteil der beiden Online-Riesen gewaltig ist, kann sich ein Blick auf die anderen Anbieter lohnen. Je nachdem was, wieviel und wo du verkaufen möchtest, können Nischenmarktplätze möglicherweise die sinnvollere Lösung für dein Unternehmen sein. 

Mit unseren Tipps zur Auswahl der passenden Plattform, findest du einen geeigneten Partner und kannst du deine Verkaufsaktivitäten zielsicher ausweiten!

  1. Reichweite
    Bei all der Dominanz der beiden Onlineriesen ist es verlockend, auf diesen Onlinemarktplätze zu starten. Schließlich geht es darum, möglichst viele Menschen zu erreichen. Allerdings müssen die Plattformen mit der größten Reichweite nicht automatisch die beste Wahl sein. Die Konkurrenz ist groß und abhängig von deinen Produkten, könnten Plattformen mit einem fokussierten Angebot die bessere Wahl sein. 

  2. Ausrichtung
    Bei der Auswahl des Online-Marktplatzes lohnt sich die Betrachtung der Zielgruppe. Einige Plattformen bieten nur ein bestimmtes Sortiment an oder richten sich an ganz bestimmte Personen, wie beispielsweise Etsy. 

  3. Konkurrenz
    Neben der Reichweite und der Ausrichtung der Plattform sollte bei der Auswahl auch auf die Konkurrenz geblickt werden.  Kannst du dich mit deinem Angebot bewusst von deinen Wettbewerbern abgrenzen oder besteht die Gefahr, im Wettbewerb unterzugehen?

  4. Provision
    Am Ende geht es ums Geld. Online-Marktplätze sind Vermittler zwischen Käufern und Verkäufern. Für ihr Angebot möchten sie natürlich bezahlt werden. Dies geschieht meistens durch Provisionen. Anhand des Umsatzes berechnet die Verkaufsplattformen Gebühren, die es zu beachten gilt. Behalte also die Kosten für die Nutzung der Plattform im Auge.

  5. Benutzerfreundlichkeit
    Damit du dich vollkommen deinen Produkten widmen kannst, sollte die Verkaufsplattform leicht zu bedienen sein. So sollte das Einstellen neuer Produkte und die Abwicklung des Kaufes möglichst problemlos funktionieren. Falls du Produktseiten selbst mitgestalten kannst, sollte dies möglichst einfach sein. 

  6. Verkaufsmodell
    Neben dem klassischen Festpreisgeschäft gibt es beispielsweise auf Online-Marktplätzen wie eBay ein Auktionsmodell. Dadurch konkurrieren die Käufer untereinander. Diese dynamische Form des Verkaufs kannst du dir zunutze machen. Fear of missing out (kurz: FOMO) bezeichnet die Angst, etwas zu verpassen. Möglicherweise kannst du mit einem Auktionsmodell die Exklusivität deiner Produkte erhöhen und Nutzer zum Kauf anregen. Überlege dir also, welches Verkaufsmodell für dich am besten passt.

  7. Schnittstellen
    Falls du Online-Marktplätze als ergänzenden Vertriebsweg neben deinem eigenen Onlineshop nutzen möchtest, solltest du auf entsprechende Schnittstellen achten. Vor allem die Kompatibilität mit Warenwirtschaftssystemen kann den Aufwand für dich enorm reduzieren. 

Lesetipp: Erfahre in diesem Beitrag, was du beim Onlineshop-Design beachten solltest!

Tipps für deinen erfolgreichen Auftritt auf Online-Marktplätzen

Du hast deinen passenden Online-Marktplatz gefunden und bist bereit loszulegen? Um auf der Verkaufsplattform erfolgreich zu sein, solltest du vor dem Start einige Punkte beachten. Denn wie beim klassischen Offlinehandel gewinnt oftmals der Anbieter, der am besten auf sich aufmerksam macht. Mit unseren Tipps gelingt dir der überzeugende Auftritt!

1. Eyecatcher – Die passende Artikelüberschrift

Deine potenziellen Kunden werden mit hoher Wahrscheinlichkeit die Suchfunktion der Online-Marktplätze nutzen. Damit die Nutzer überhaupt auf dein Angebot klicken, solltest du den Titel deiner Produktseite ansprechend und aussagekräftig gestalten.

2. Mache es den Kunden leicht – Eine optimale Produktbeschreibung

Erleichtere die Kaufentscheidung für deine Kunden mit einer kreativen Produktbeschreibung. Einzelne Fakten reichen meist nicht aus. Versuche deinen Produkttext kreativ mit genauen Informationen zu gestalten, um Emotionen zu wecken und Kaufentscheidung zum No Brainer zu machen. 

Hinweis: Die Deutschen bevorzugen längere und detailliertere Produktbeschreibungen als Käufer aus anderen Ländern. Achte deshalb auf sprachlich und inhaltlich abgestimmte Produkttexte für deine Angebote in verschiedenen Ländern.

Lesetipp: Erfahre in diesem Beitrag, wie du mit effektiven Produktbeschreibungen für mehr Umsatz sorgst!

3. Alles auf einen Blick – Fakten, Fakten, Fakten

Der Onlinehandel soll vor allem eines sein: schnell. Zusätzlich zur Produktbeschreibung kannst du mit der stichwortartigen Darstellung von Fakten zu deinem Produkt die Kaufentscheidung nochmals vereinfachen. Ausführliche Informationen wie beispielsweise Größen, Gewicht, verwendeten Materialien etc. schaffen Vertrauen und bringen die Nutzer zum Kaufen.

4. Der erste Eindruck zählt – Bilder

Neben der Artikelbeschreibung sind Bilder meist das Erste, was deine Kunden sehen werden. Achte darauf, dass du professionelle Bilder zur Darstellung deines Angebots nutzt. Die Bilder sollten dein Produkt aussagekräftig darstellen und sprichwörtlich in ein gutes Licht rücken.

Lesetipp: Mit diesen 20 Tipps wird deine Produktfotografie wirklich erstklassig

5. Lass dich finden – Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Damit dich deine nächsten Kunden überhaupt finden, solltest du dich mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung auseinandersetzen. Eine Vielzahl von Nutzern gelangt über Suchmaschinen auf die passenden Angebote. Damit du möglichst weit oben in den Suchergebnissen auftauchst, solltest du grundlegende SEO-Kriterien beachten. 

Lesetipp: Mit diesen SEO-Tools gelingt dir die Suchmaschinenoptimierung im Handumdrehen.

Wenn‘s ein bisschen mehr sein soll: Der eigene Onlineshop 

Online-Marktplätze sind in Deutschland sehr beliebt. Das zeigt nicht zuletzt der große Marktanteil der Plattformen im Onlinehandel von etwa 50 Prozent. Für viele Unternehmer ist solch ein Kanal ein guter Anfang oder eine passende Ergänzung zu bestehenden Strukturen. Wer allerdings mehr Wert auf die volle Flexibilität legt, könnte mit einem eigenen Onlineshop besser bedient sein oder beide Vertriebskanäle kombinieren. 

Mit einem eigenen Onlineshop hast du alle Fäden in der Hand. Von der besseren Kontrolle der Prozesse über den direkten Kundenkontakt bis zum Aufbau von Brand Awareness bietet dir ein eigener Shop noch mehr Gestaltungsspielraum. 

Lesetipp: In wenigen Minuten zu deinem eigenen Onlineshop. Mit unserer Anleitung kannst du ganz einfach deinen eigenen Onlineshop erstellen.  

Online-Marktplätze - Fazit

Die Kunden erwarten im Onlinehandel vor allem Schnelligkeit, günstige Angebote sowie einen bequemen Zugriff von überall und auf jedem Gerät. Gerade für junge Unternehmen sind diese Punkte eine große Herausforderung. 

Die Nutzung von Online-Marktplätzen stellt eine Möglichkeit dar, diese Kriterien schon von Beginn an zu gewährleisten. Durch die große Auswahl von Produkten und Informationen an einem Ort sowie der Möglichkeit, einfach Preise zu vergleichen, haben viele Käufer in Deutschland Gefallen an den Verkaufsplattformen gefunden. 

Auch in Zukunft werden beträchtliche Umsätze über Online-Marktplätze generiert. Mit unseren Tipps zur Auswahl des passenden Anbieters und deinen erfolgreichen Auftritt auf diesen Plattformen, sollte dir der Einstieg in den Vertrieb über diese Kanäle leichtfallen.
Wir wünschen dir viel Erfolg! 

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